Bildungsgutschein - Umschulung und Weiterbildung

Seit dem 01.01.2003 erfolgt die finanzielle Förderung in der beruflichen Weiterbildung über den Bildungsgutschein. Er stellt die schriftliche Zusage der Arbeitsagentur dar, die Kosten der Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung zu tragen.

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Bedingung für die Kostenübernahme ist dabei, dass die beabsichtigte Weiterbildung für die berufliche Weiterbildungsförderung zugelassen ist (§ 85 SGB III).

Der Bildungsgutschein war anfänglich den Beziehern von Arbeitslosengeld I vorbehalten. Er kann seit dem 01.01.2005 aber auch für Hartz IV-Empfänger ausgestellt werden.

Anspruch auf Bildungsgutschein

Mit Inkrafttreten des Konjunkturpakets II (Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität vom 02.03.2009) hat der Gesetzgeber den Kreis der Förderungsberechtigten erneut erweitert und auf bestimmte beschäftigte Arbeitnehmer ausgedehnt.

Die Förderung können nunmehr auch qualifizierte Arbeitnehmer unabhängig vom Lebensalter und der Betriebsgröße in Anspruch nehmen, wenn

  • der Erwerb ihres Berufsabschlusses mindestens vier Jahre zurückliegt
  • sie in den letzten vier Jahren vor Antragstellung nicht an einer mit öffentlichen Mitteln geförderten beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben

Ebenfalls förderungsberechtigt sind wieder eingestellte Mitarbeiter in der Zeitarbeit, wenn sie

  • bei einem Zeitarbeitsunternehmen sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren
  • ihre jetzige Arbeitslosigkeit durch Wiedereinstellung im selben Zeitarbeitsunternehmen beenden

Bildungsgutschein vom Arbeitsamt

Bei Interesse an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme, die über den Bildungsgutschein finanziert werden soll, ist zunächst der zuständige Ansprechpartner bei der Arbeitsagentur zu kontaktieren. Zählt der Interessent zum Kreis der Bezugsberechtigten, wird im persönlichen Beratungsgespräch abgeklärt, ob die individuellen Förderungsvoraussetzungen vorliegen und eine konkrete Weiterbildungsmaßnahme und ihre Finanzierung infrage kommen. Auf dieser Grundlage entscheidet die Arbeitsagentur schließlich über den Antrag.

ALG II-Bezieher müssen dagegen im Regelfall das Beratungsgespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei der ARGE an ihrem Wohnort suchen.

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