Auszubildende bei Kurzarbeit

Die Krisenzeit ist für Arbeitnehmer ein einschneidendes Erlebnis ihrer beruflichen Karriere. Sorgen um den Arbeitsplatz, Kurzarbeitgeld und die allgemeine wirtschaftliche Rezession machen den Beschäftigten schwer zu schaffen. Doch es gibt eine Gruppe der Arbeitnehmer, die es gerade zu existentiell betrifft. So machen sich Auszubildende bei Kurzarbeit des Unternehmens so ihre Gedanken darüber, wie sie selbst von den im Bestfall nur vorübergehenden Bedingungen betroffen sind.

Keine Kurzarbeit für Auszubildende

Grundsätzlich hat der Gesetzgeber die Regeln für Kurzarbeit im Sozialgesetzbuch so verankert, dass Auszubildende bei Kurzarbeit wenigstens finanziell nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Wer als Azubi in einem Unternehmen angestellt ist, das einen Antrag auf Kurzarbeit stellen musste, ist also selbst nicht direkt betroffen. Indirekt wird für Auszubildende bei Kurzarbeit aber durchaus einiges anders, obwohl der Arbeitgeber sich rechtlich vorgeschrieben darum zu bemühen hat, die Ausbildung wie geplant fortzuführen. Dass dieses Bestreben nicht immer realistisch ist, liegt auf der Hand, wenn mindestens ein Drittel der Mitarbeiter eines Unternehmens in Kurzarbeit geschickt werden.

Der wesentlichste Aspekt sei zuerst erwähnt: Arbeitgeber mit Ausbildungsplätzen müssen jedes Mittel nutzen, um Auszubildende bei Kurzarbeit so gut wie irgend möglich weiter zu schulen und entsprechend Lernangebote aufrecht zu erhalten. Dabei ist durchaus die Kreativität des Betriebs gefordert.

Nur in wirklichen Ausnahmefällen ist es Unternehmen vom Gesetzgeber gestattet, Ausbilder in Kurzarbeit zu schicken, weil die Ausbildungspflicht für Auszubildende bei Kurzarbeit im Unternehmen Vorrang haben muss. Eine mögliche Ausnahme ist natürlich der wirkliche Ernstfall.

Dann nämlich, wenn der Geschäftsbetrieb in einem Unternehmen aufgrund der individuellen Wirtschaftslage gänzlich zum Erliegen kommt. Wird für Auszubildende bei Kurzarbeit im Unternehmen eine minderwertige oder sogar gar keine Ausbildung mehr angeboten, kann hieraus für den Azubis ein Schadensanspruch entstehen, weil seine berufliche Zukunft und seine Ausbildung nicht mehr gesichert sind.

Ansätze für Auszubildende bei Kurzarbeit

Wie bereits ausgeführt, gilt es für den Arbeitgeber nach bestem Wissen zu vermeiden, dass Auszubildende bei Kurzarbeit betroffen sind. Die Mittel, die ihm zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, können für junge Mitarbeiter innerhalb einer Ausbildung aber durchaus gravierende Veränderungen darstellen. Immerhin soll der Ausbildungsbetrieb jeden Handlungsspielraum ausnutzen, um die Qualität der Ausbildung sicherzustellen.

So können sich Auszubildende bei Kurzarbeit im Betrieb beispielsweise immer wieder in neuen Abteilungen wieder finden, sofern ehemalige Abteilungen vielleicht vorübergehend geschlossen werden oder die Ausbildung vor Ort nicht mehr entsprechend aufrechterhalten werden kann. auch können die Lehrpläne für Auszubildende bei Kurzarbeit weitaus flexibler als sonst gehandhabt werden. So können Inhalte der Ausbildung vorgezogen oder verschoben werden, wenn es die Situation erforderlich macht. Auch unvorhergesehene Veranstaltungen können durchgeführt werden, um Auszubildende bei Kurzarbeit weiterhin Bildungsofferten machen zu können.

Sonderfälle für Auszubildende bei Kurzarbeit

Wie bei allen gesetzlichen Vorgaben gibt es auf im Falle der Kurzarbeit Sonderregelungen. So etwa im aufgeführten Fall eines kompletten Stillstandes im Unternehmen. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist die Ausbildung nicht mehr realisierbar, weil es an Arbeit fehlt. So können Auszubildende bei Kurzarbeit ihrerseits durchaus ebenfalls von einer (deutlichen) Arbeitszeitverkürzung betroffen sein. Jedoch ist der Arbeitgeber in solchen Fällen verpflichtet, die Ausbildungsvergütung zu 100% über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen weiterzuzahlen. Je nach Ausbildungsvertrag oder dem entsprechend geltenden Tarifvertrag im Unternehmen können diese Fristen weitaus länger sein.

Was geschieht für Auszubildende bei Kurzarbeit im Falle einer Insolvenz?

Der so genannte Worst Case für Arbeitnehmer und Auszubildende bei Kurzarbeit ist der Moment, in dem ein Unternehmen nicht mehr funktionsfähig ist. Letzten Endes sind die Auszubildenden dann durchaus akut von der Kurzarbeit betroffen. Will sagen: Auszubildende bei Kurzarbeit können dann, wenn alle Möglichkeiten ohne Erfolg angewendet wurden, vom Arbeitgeber gekündigt werden.

Abgesehen davon, dass die Zahl dieser Fälle statistisch sehr gering ausfällt, kommt es zu dieser Situation, weil Auszubildende bei Kurzarbeit vom Arbeitgeber nicht mehr ausreichend betreut werden können. So hat das jeweilige Unternehmen sich rechtzeitig in Zusammenarbeit mit der zuständigen Arbeitsagentur um Ersatz – also einen alternativen Ausbildungsort für Auszubildende in Kurzarbeit zu kümmern. Hilfreich zur Seite stehen den betroffenen Azubis in dieser Lage auch die Industrie- und Handelskammern.

Beruhigend für Auszubildende bei Kurzarbeit ist sicher die Erkenntnis, dass der Gesetzgeber vielfältige Möglichkeiten und Vorschriften geschaffen hat, damit es gar nicht erst zur Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz kommen muss.

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